NFL: Football-Stars in Deutschland

Es ist ein herrlicher Tag in Frankfurt am Main und unten auf dem Feld messen sich die Junioren der Frankfurt Family mit den Favoriten aus Wiesbaden. Am Ende gewinnen die Frankfurter „Straßenkids“ und in der Menge jubeln zwei gewaltige Brocken. Der eine ist Tuli Mateialona, ein Faktor der NFL-Europe, der andere „Oakland Raider“ Marquis Smith!

 

Frage: Herr Mateialona und Herr Smith, was verschlägt Sie beide zu einem Spiel nach Frankfurt a.M., dann auch noch ein Jugendspiel?

 

Tuli Mateialona: Ich wohne mittlerweile wieder in der Nähe von Frankfurt und ganz wichtig für mich, ich fühle mich in Deutschland echt heimisch. Zusammen mit Coach Walters habe ich das Jugend-Programm der Frankfurt Family wieder ins Leben gerufen. Letzten Juli haben wir mit  nur vier Jugendlichen begonnen, heute sind es beim Training mittlerweile immer 20 bis 25 und unser Pool beläuft sich gar auf 42 Jugendliche. Der Start die gemeisterte Herausforderung, wobei wir immer noch einen sehr langen Weg vor uns haben. Aber überraschende Besuche wie jetzt von Marquis helfen uns und viel wichtiger, die Jungs haben das Training mit ihm wahrlich geliebt. Über weite Strecken des Trainings konnten sie es gar nicht fassen, dass sie ein echter NFL-Spieler trainiert und hilft.

 

Marquis Smith: Tuli und ich sind Freunde, seit unserer Zeit in Hamburg. Als er mir nun von seinem Jugend-Programm in Deutschland erzählte, wollte ich mir selbst ein Bild davon machen und habe ihn und seine Frankfurt Family einfach überrascht. Und ich war begeistert, was hier in Frankfurt entstanden in so kurzer Zeit entstanden ist. Zudem finde ich es großartig, mit welcher Liebe die Jugendlichen Football betreiben.

 

Frage: Herr Mateialona, was verfolgen Sie mit der Frankfurt Family?

 

Tuli Mateialona: Ich will Kindern und Jugendlichen einfach nur helfen und sie für einen Sport begeistern, der mich eine Menge gelehrt hat. Es geht dabei auch um die Verwirklichung von Träumen und Zielen. American Football ist der ultimative Mannschaftssport, den jedes Kind spielen kann und dabei wichtige Regeln fürs tägliche Leben lernt. Mein persönliches Ziel ist es, eines Tages einen Jugendlichen aus dem Programm in den USA spielen zu sehen und die Frankfurt Family in den großen deutschen Stadien zu bewundern, wie zu meiner Zeit in der NFL-Europe!  

 

Frage: Wie wird das Jugendprojekt von der Stadt usw. angenommen?

 

Tuli Mateialona: Wir haben den Grundstein gelegt und Frankfurt sowie Offenbach informiert, was unsere genauen Ziele sind. Beiden Städten hat unser Programm gefallen, aber bisher hat nur die Stadt Offenbach für ein Trainingscamp zu gesagt. Am 12 und 13 Juni begrüßen wir Kids vom Jugendamt Offenbach zum Football Training bei uns in Frankfurt Fechenheim. Zudem wurden wir für den 12. September eingeladen, uns als Verein am großen Straßenfest in Offenbach zu beteiligen.

 

Frage: Herr Smith, als Gasttrainer, wie waren die Jungs im Training?

 

Marquis Smith: Sie wollten alle mehr über das Spiel lernen, was mich sehr gefreut hat. In den USA wird es als selbstverständlich angesehen, da es an der High School für jeden angeboten wird. Aber die Jungs hier haben immer 100 Prozent gegeben und wollten mehr erfahren.

 

Frage: Theoretisch kann man über das Projekt von Herrn Mateialona auch US-Stipendien bekommen, sehen Sie Chancen oder Talente?

 

Marquis Smith: Vahit Yayla hat auf jeden Fall die Größe und das Talent für ein sehr hohes College-Stipendium. Er ist 1,90 Meter, wiegt 140 Kilo und kann sich schon richtig gut bewegen, für einen 15-jährigen. Marvin Arnold, Max Krauss, Ricardo Garcia und Julian Llorente verfügen auch über die Klasse für ein US-Stipendium. Es gibt reichlich Talent auf dem Feld, sie müssen nur weiter hart an sich arbeiten und Tuli folgen. Ich bin mir sicher, eines Tages spielt ein Junge aus dem Programm bei uns in den USA am College. Der Rest ist dann auch immer etwas Glück. 

 

Frage: Herr Mateialona, neben der Family betreuen Sie auch noch die deutschen Herren. Was erwarten Sie von der Nationalmannschaft?

 

Tuli Mateialona: Ich sehe uns als eines der Top-Teams in Europa. Es hat Tradition, dass Deutschland mit die besten Spieler in Europa hat, also sollen sich die anderen Teams nach uns richten. Wir haben wirklich große Spieler, gute Trainer und optimale Bedingungen. Wir müssen nur raus gehen, hart arbeiten und am Ende die Meisterschaft holen!

 

Frage: Herr Mateialona, welche größeren Ziele gibt es in der Zukunft?

 

Tuli Mateialona: Mein größtes Ziel; die Begeisterung zurück zu bringen, die die Events der NFL-Europe ausgelöst hatten. Der Unterschied: Aber dieses Mal mit der Frankfurt Family in der „Commerzbank Arena“.

 

Dann wünschen wir von unserer Seite und bestimmt auch unsere Leser, für alle künftigen Football-Vorhaben viel Erfolg und würden uns freuen, wenn wir Sie wieder auf unserer Seite mit News begrüßen dürften.

 


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